DER DEUTSCHE MIT DER TASCHENBIBEL

Ich wuchs in Frankreich auf. Meine Eltern, Großeltern und meine drei Geschwister waren katholisch. Wenn es um Religion ging, regierte meine Mutter mit eiserner Hand — und wir machten alle bereitwillig mit: Kirchenbesuch, Kirchenfeste, das Familiengebet am Abend… Druck und Rituale bestimmten unseren Glauben. Dennoch hatte ich eine eigene Beziehung zu Jesus entwickelt, und ich sprach gerne mit ihm. Doch dann änderte Gott mein Leben in kurzer Zeit und führte mich aus einer vierfachen Knechtschaft heraus:

 

 

  1. Knechtschaft unter dem elterlichen Joch: Die Erziehung war streng und jeglicher Widerstand wurde gnadenlos niedergeschlagen. Gehorsam war etwas „Heiliges“.
  2. Knechtschaft unter dem Joch des Okkultismus: Als Teenager entwickelte ich Interesse für Horoskope und Wahrsagerei. Ich ließ eine Studie über meine Zukunft anfertigen, und mit 20 ging ich zu einem Wahrsager, der „Hilfe für alle Lebenssituationen“ versprach. Ich hatte seit Jahren ein großes Problem und oft deswegen zu Gott gefleht — ohne großen Erfolg. Er hatte ein paar Mal geantwortet und wunderbar eingegriffen, aber das reichte bei weitem nicht. „Warum wollte er nicht helfen“, fragte ich mich. Deshalb wandte ich mich an einen Wahrsager. Das aber war eine teure und bittere Erfahrung.
    Auch besuchte ich eine charismatische Kirche. Die lebendigen Erfahrungsberichte waren mir völlig neu. Ich hörte das Zungenreden, das wie Arabisch klang. Es sei „die Sprache der Engel“, sagte man mir. Die Begeisterung war ansteckend, und ich kam gern zu den Treffen. Als ich dem Wahrsager davon erzählte, meinte er lächelnd: „Auch wo Freude ist, kann der Teufel sein“, und ließ die Bibel, die ich ihm gereicht hatte, auf den Boden fallen.
    Zudem las ich fernöstliche Literatur und hörte leidenschaftlich gern Pop- und Techno-Musik. Letztere half mir, der enttäuschenden Realität zu entfliehen.
  3. Knechtschaft unter dem Joch meines katholischen Glaubens: Diese Mischung aus Tradition und Aberglauben, durchwoben von Marienverehrung, war nur solange mein Glaube, bis ich das Echte fand: Als ich mit 25 Jahren meinen späteren Mann, einen deutschen Adventisten, auf der Arbeit in Frankreich kennen lernte, wurde ich auf seine Taschenbibel aufmerksam. Dies war der Anfang einer faszinierenden Entdeckungsreise durch die Wahrheit. Wie schön, all diese neuen Dinge zu hören und zu glauben!
  4. Knechtschaft unter dem Joch falscher Beziehungen: Auf der Suche nach Annahme und Liebe ließ ich mich auf Beziehungen ein, fand jedoch nicht das Wahre. Gott schenkte mir schließlich den Mann fürs Leben — der um eine Frau gebetet hatte — und eine neue Zukunft in Deutschland, weit weg vom „Sklavenhaus“.

Nach der „Net 96“-Evangelisation mit Mark Finley wurde ich in Mannheim getauft. Eine große Freude kam in mein Herz. Es gibt nichts Besseres als die Wahrheit! Gott brachte mich nach vielen, teilweise schmerzhaften Erfahrungen in seine Gemeinde. Welch ein Segen! Ihm sei Lob und Dank!

Fazit: Man muss nicht alles mitmachen, um später erzählen zu können, wie Gott einen aus der Knechtschaft heraus geführt hat. Ich wäre lieber von Anfang an den guten Weg gegangen.

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