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Die Wette des Pascal: Gibt es Gott? Gibt es keinen Gott?

Wie stehen die Chancen? Blaise Pascal gibt Hilfestellung

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Es gibt eine Wette, die alle anderen bei weitem übertrifft: Die Wette des Pascal.

Wer war Blaise Pascal?

Blaise Pascal war ein hervorragender französischer Mathematiker, Physiker und Erfinder; eine Geistesgröße in der mensch­lichen Geschichte. Er war ein Wunderkind. Mit elf Jahren stellte er bereits grundlegende geometrische Lehrsätze auf, die heute noch Gültigkeit haben.

Später befähigte ihn sein hervorragendes Wissen, die Grundsätze der Wahrscheinlich­keitslehre zu entwickeln und zu begründen. Er stellte Grundsätze des logischen Denkens auf, die heute noch ihre Gültigkeit haben.

Als sein Vater sich als Zollbeamter mit zeitraubenden Berechnungen aufhalten musste, entwickelte Pascal die erste Rechenmaschi­ne. Sie war die entscheidende Grundlage für die Entwicklung der modernen Rechen­maschinen.

Pascal hat viele Erfindungen gemacht und wichtige Lehrsätze aufgestellt. Im Alter von 31 Jahren kam er zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Er schrieb später an einer Verteidigungsschrift für den christ­lichen Glauben, konnte aber dieses Werk nicht mehr vollenden, da er im Alter von 39 Jahren starb.

Die moderne und nach wie vor beliebte Lernsprache für Computer ist nach ihm benannt – Pascal.

Dieser große Geist hat die Wahrschein­lichkeit der Gottesexistenz auf faire 50:50 beziffert. Seine Gedanken gingen unter der Bezeichnung „Die Wette des Pascal“ in die Geschichte ein.

Gibt es Gott? Gibt es keinen Gott?
Er stellte seinen Freunden einmal folgende Frage: Ihr sagt: Es gibt keinen Gott. Ich sage: Gott existiert. Wenn ihr recht habt, und es gibt wirklich keinen Gott, was wäre dann mit mir? Eigentlich nichts. Ich würde sterben und alles wäre vorbei. Ich hätte hier vielleicht nicht alles ausgekostet, was man als unverzichtbar betrachtet. Aber ist das ein so großer Verlust?

Wenn es Gott aber gibt, dann wäre alles, wirklich alles, für euch verloren. Ihr würdet sterben und müsstet dann vor Gott Rechenschaft ablegen. Oder glaubt ihr, dass Gott es sich gefallen lässt, wenn ihr ihn ignoriert? Ihr habt dann zwar hier alles mitgenommen und trotzdem alles verloren.


Pascals zugespitzte Überlegung macht deut­lich, was Jesus Christus schon früher sagte:

„Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert?“

Die Bibel sagt:

„Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben. Wer aber den Sohn nicht hat, der hat auch das Leben nicht.“ (Die Bibel: Matth.16,26; 1. Joh. 5,12 Gute Nachricht Übersetzung)

Ein Chirurg ist gegen den Glauben

Dr. Viggo Olson, ein bekannter Chirurg, kam mit den Aussagen von Blaise Pascal in Berührung. Er und seine Frau wehrten sich mit Händen und Füßen gegen den christ­lichen Glauben. Sie suchten alle Argumente dagegen zusammen und schlitterten Zug um Zug in ein Abenteuer ohnegleichen. Dr. Ol­son berichtet darüber in seinem Buch „Kann man Gott entfliehen?“

Wodurch kam die Wende?

Durch das Lesen der Bibel kamen sie zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Eine entscheidende Hilfe dabei war ihnen die Wahrscheinlichkeitslehre von Blaise Pascal und deren Anwendung auf den Wahrheitsanspruch des biblisch-christlichen Glaubens. Die sogenannte „Wette des Pascal“. (Anmerkung: Es geht um die Grundlage des christlichen Glaubens nach der Bibel nicht um kirchliche Traditionen.)

Pascal: Die bessere Entscheidung

Der Chirurg berichtet: „Blaise Pascal befasste sich eingehend mit der gleichen Entscheidung, vor der wir heute stehen.“

Er kam zu dem Schluss, dass sich jeder ver­nünftig denkende Mensch für Jesus Christus entscheiden müsste, selbst wenn die Chan­cen für die Richtigkeit der christlichen Lehre nur 50:50 ständen. Hier seine Begründung:

Jeder muss wetten

In diesem Spiel, das wir Leben nennen, muss jeder Mensch eine Wette eingehen. Bei jeder Wette gilt ein Einsatz. Der Mensch muss sein Leben entweder auf die Behauptung setzen, dass die christliche Lehre wahr ist oder auf die Behauptung, dass sie nicht wahr ist. Wenn der Mensch diese Wette nicht eingeht, setzt er automatisch auf die Möglichkeit, dass sie nicht wahr ist.

Erste Möglichkeit

Nehmen wir an, ein Mensch entscheidet sich für den biblisch­-christlichen Glauben: Liegt er richtig mit seiner Annahme, hat er alles zu gewinnen. Liegt er mit seiner Annahme falsch, hat er nichts zu verlieren.

Zweite Möglichkeit

Nehmen wir an, ein Mensch entscheidet sich GEGEN den christlichen Glauben: Liegt er mit dieser Annahme richtig, hat er nichts gewonnen. Liegt er aber mit dieser Annahme falsch, hat er alles verloren.

Weitere Überlegungen

Dr. Olson sagt von sich: „Da ich in der Vergangenheit ein leidenschaftlicher Spieler war, konnte ich diesem Argument Pascals gut folgen. Ich sagte zu meiner Frau, sein Argument beruht auf der glatten 50:50 Wahrscheinlichkeit, dass der christliche Glaube richtig sei. Pascal berücksichtigt da­bei jedoch nicht die unzähligen Beweise für die Wahrheit der christlichen Lehre. Später entdeckten wir dann, dass Pascal doch auch die Suche nach Beweisen erwähnt hat.“

Ich möchte nachher einen kurzen Hinweis auf Beweise geben. Beweise für die eine oder andere Seite können uns eine große Hilfe sein, die richtige und daher beste Entscheidung zu treffen.

Der Grundsatz der Wahrscheinlichkeit zeigt, dass es wertvoll ist, sich die Mühe zu ma­chen, die Wahrheit herauszufinden. Denn diese Mühe wird reichlich belohnt.

Weiter Dr. Olson: „In dieser Zeit kam mir eine deutliche Erkenntnis im Blick auf den Glauben. Ich sah, dass sich Millionen von Menschen Christen nennen. In Wirklichkeit sind sie aber keine wahren Christen, weil ihr Glaube stumpf und krank geworden ist.“

„Nehmen wir einmal an“, sagte ich zu meiner Frau, „dass zwei Patienten an der gleichen tödlichen Krankheit leiden. Beide halten mich für einen geschickten Arzt. Sie glauben an die Richtigkeit meiner Diagnose. Sie glauben auch daran, dass die von mir verordnete Spritze sie vor dem Tod bewahren wird. Einer der beiden lässt sich die Spritze geben und überlebt. Der andere hat, trotz des Vertrauens, das er zu mir und meiner Behandlung hat, eine unlogische Angst vor Spritzen und lehnt sie deshalb ab. Er stirbt.“

Worin liegt der Unterschied?

Beide Patienten besaßen den Glauben, beide glaubten an die Heilkraft der Medizin.

Aber der Glaube, der nicht in Besitz nimmt, nicht zur Tat wird, genügt nicht.

Bedenke, was wir gewinnen können:

  • Vergebung unserer Schuld aus Gnade ohne Verdienst
  • Ein liebevolles Verhältnis zu Gott
  • Ein verändertes Leben mit anderen Wünschen und Zielen
  • Eine neue innere Kraft zum Leben
  • Ewiges glückliches Leben in ganz ande­ren Dimensionen
  • Wir werden nicht für ewig ausgelöscht. (Es gibt nach der Bibel keine ewige Höllenqual.)

Gibt es Entscheidungshilfen?

Kennenlernen von Beweisen:

Prophezeiungen: Die Bibel ist das einzige Buch, das genaue Voraussagen über lange Zeiträume enthält. Es gibt hunderte er­füllte Prophezeiungen, die wir nachprüfen können. Sie zeigen deutlich, dass die Bibel göttlichen Ursprungs ist, da Menschen kein solches Vorauswissen haben.

Die Bibel selbst ist ein Wunder: Dieses Buch über den Heilsweg Gottes wurde in 1.600 Jahren von 40 Männern geschrieben und enthält 66 Bücher. Das Wunder besteht darin, dass der Inhalt übereinstimmt.

Die Ergebnisse der Archäologie: Die Aus­grabungen haben eine Fülle von Tatsachen ans Licht gebracht. Die Archäologie bestä­tigt die Bibel.

Veränderung unseres Lebens: Der einzelne Mensch kann die Kraft Gottes in seinem eigenen Leben erfahren. Er kann gewiss werden, dass seine Sünden vergeben sind. Er kann der eigenen Auferstehung und des ewigen Lebens gewiss sein. Jeder kann durch Christus ein Leben voller Sinn und Bedeutung führen.

Ich denke, es ist gut, wenn wir keine gefühlsmäßige Entscheidung treffen, sondern das Gewicht der Beweise abwägen.

Kennenlernen der Bibel:

Lesen der Bibel: Es ist wichtig, dass wir die Bibel selbst kennenlernen. Ich empfehle, zu­erst das Neue Testament zu lesen, da es uns zeitlich näher steht und uns besonders das Leben Jesu vor Augen stellt. Danach ist es gut, das Alte Testament zu lesen. Wir sollten es stets unter Gebet tun und Gott bitten, uns im Verständnis zu leiten.

Bibelfernkurse: Es gibt gute kostenlose schriftliche Kurse für Anfänger und Fortge­schrittene, die uns beim Kennenlernen der Bibel helfen können. Man kann ein solches Studium allein oder mit anderen machen.

Bibel-Gesprächskreise: Es ist eine gute Möglichkeit sich in einem kleinen häus­lichen Kreis über die Bibel auszutauschen. Es gibt heute ja auch die Möglichkeit an Bibelgesprächen über Computer teilzuneh­men, z. B. Skype.

Biblische Vorträge: Auch dies ist eine gute Möglichkeit grundlegende Kenntnisse über das Wort Gottes zu erlangen.

Zweifler: Menschen, die ehrliche Zweifel haben, können Hilfe empfangen, um eine gute Entscheidung zu treffen. Eine Mög­lichkeit besteht darin, im folgenden Sinn zu beten:

Gebet:
„Großer Gott, wenn es Dich wirklich gibt, dann bitte ich Dich, hilf mir, Dich zu erkennen“.

Es kommt dabei nicht auf den genauen Wortlaut an, sondern dass wir es ehrlich meinen. Jesus sagt, dass demjenigen, der bereit ist, den Willen Gottes zu tun, die Erkenntnis zuteil wird. (Joh. 7,17) Wer allerdings bewusst zweifeln will, dem kann niemand helfen, weder Gott noch Men­schen.

Denkende Menschen beschäftigen sich heute zunehmend mit der Bibel. Dabei machen sie einen feinen Unterschied. Ein Moderator sagte es so: „Gegen Gott habe ich nichts, aber eine Menge gegen sein ‘Boden­personal’.“

Viele ahnen, dass doch etwas dran sein muss an Gott. Sie fragen: Könnte ich dadurch den Sinn des Lebens finden?

Du hast alles zu gewinnen oder alles zu verlieren. Die Entscheidung liegt bei Dir. Die Wette gilt ...

Hilfreich war „Kann man Gott entfliehen“ von Dr. Viggo Olsen, Schulte­-Verlag 1973 mit Genehmigung Gerth­-Verlag.